Die eigene Expertise verkaufen — mit Herz

 

Die eigene Expertise von Herzen gern verkaufen

In meinem Interview mit der Heartsellspreneur® Unternehmerin und Business-Mentorin Christine Schlonski sprechen wir darüber, warum es wichtig ist zu lernen, die eigene Expertise zu verkaufen — und was es für einen Unterschied macht, wenn du das von Herzen gern tust.

Die eigene Expertise verkaufen können, das betrifft übrigens nicht nur Situationen, in denen Geld fließt. Es gibt im professionellen Miteinander und darüber hinaus zig Situationen (eigentlich hunderte Mal am Tag), in denen es wichtig ist, jemanden für deine Idee zu gewinnen. Ich hoffe, ich kann dich damit erfolgreich einladen, dir das Thema einmal näher anzusehen und offen dafür zu sein, was du vielleicht noch lernen kannst oder an neuen Perspektiven dazugewinnen kannst.

Meine wichtigsten Erkenntnisse:

  • Es ist ein Paradox, dass viele Selbstständige, aber auch angestellte Experten und Berater einerseits einen Expertenstatus anstreben, und sogar ihr eigenes Business aufbauen wollen, um freier zu leben, mehr zu bewirken und mit tollen Menschen zusammen zu arbeiten — und andererseits offensichtlich schlicht und einfach Angst vor dem Verkaufen der eigenen Expertise haben.

  • Das führt recht schnell zu Frustration, und längerfristig auch dazu, dass einfach der gewünschte Erfolg nicht eintritt. Selbstständigkeiten werden beendet, Manuskripte verstauben in der Schublade, richtig gute Bücher werden nie geschrieben, Coaching-Programme nie gestartet. Das Nicht-Handeln kann sogar zu Krankheiten führen.

  • Den Hintergrund für dieses Vermeidungsverhalten bilden Ängste, Mythen und Narrative, die uns immer wieder — aber sehr wirksam — davon abhalten, die wenigen Schritte zu gehen, die nötig wären, um damit anzufangen.

  • Verkaufen ist ein zentrale Handlung in jedem Handel, also auch im Handel um Aufmerksamkeit für deine Expertise. Es macht keinen Sinn, die Ängste beiseite zu schieben, da sie dir immer wieder reingrätschen werden. Es ist wichtig, sich mit dem Ängsten auseinanderzusetzen und, bildlich gesprochen, durch die hindurch zu gehen. Denn auch in dieser Arbeit liegt viel Wertvolles, das sich positiv auf deine Persönlichkeitsentwicklung auswirken wird.

  • Wenn wir stattdessen die Perspektive wechseln und vor allem verstehen, was uns da lenkt — und dann die Handlungsoption für uns annehmen, Menschen in eine Interaktion und Zusammenarbeit einzuladen, werden wir beginnen, Zusammenarbeit als etwas Wundervolles anzunehmen.

  • Eigentlich ist Verkaufen kein passender Begriff. Wir bieten etwas hochwertiges, wunderbares und hilfreiches an. Das darf von Herzen kommen. Nun müssen wir nur noch andere Menschen (Business-Soulmates im besten Fall, das sind Menschen, mit denen wir mit Freude unsere Zeit verbringen) einladen, uns ein wenig Zeit zu schenken, damit wir ihnen davon erzählen können. Und weil wir sie schätzen, gestehen wir ihnen zu, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.

  • Angst vor dem Preisetikett? Auch da muss man durch. Ein Preis kommuniziert auch den Wert deiner Expertise. Und da gilt es das Selbstbewusstsein und die Worte dafür zu finden. Der beste Pitch wird nichts bringen, wenn du unsicher wirst, sobald du nach dem Preis gefragt wirst.

  • Die vielleicht wichtigste Erkenntnis - vor Allem, wenn du dich fragst: was soll ich jetzt als nächstes tun? Zuerst musst du dich für DICH entscheiden, genau genommen für dein zukünftiges ICH. Also musst du dich von etwas trennen (“scheiden”), das dich zurückhält. Und das gelingt, indem du die ersten Schritte gehst. Dann werden Andere auch auf dich zukommen.

  • Die Menschen, mit denen du arbeiten willst, reagieren auf deine Energie. Aber nicht auf die Energie des Wartens. Sondern auf die Energie des Machens und die Energie des Gebens. Des Für-Andere-da-Seins.

Triff eine Entscheidung für dich. Dann werden es Andere auch tun.

Alle diese Aspekte finden wir auch im Storytelling wieder. Die Haltung der Storytellerin ist eine Haltung des Gebens und Zuhörens. Das Halten des Raums für Andere im Leadership. Die Entscheidung zu einem Mutschritt in der Figur des Helden. Den Wunsch nach Verbindung, Zusammenarbeit und Gemeinschaft finden wir in den meisten Geschichten — von “Herr der Ringe” bis “Star Wars”.

Und ich finde auch in diesem Interview wieder eine Bestätigung für eine wissenschaftliche Haltung und Herangehensweise: Wenn ich das (Angst-) Thema “Verkaufen” näher untersuche, finde ich Aspekte, die ich kenne. Den Wunsch danach,

  • mein Wissen weiterzugeben,

  • mein eigenes Geld zu verdienen,

  • gehört und gesehen zu werden mit meinen Ideen,

  • mit interessanten Menschen zusammen zu arbeiten,

  • frei zu sein, zu arbeiten wann, wo und wie es mir gefällt,

  • gute, gebildete Experten zu bestärken, anzuleiten und zu befähigen, anstatt sie frustriert leiden zu sehen,

  • meine Expertise immer weiter zu vertiefen und zu verbessern, anstatt flache, unsinnige Arbeitsaufträge zu erfüllen,

Und hier kommt noch eine persönliche Erkenntnis aus der Zeit der Zusammenarbeit mit Christine, in der ich meine eigene “Angst vor dem Verkaufen” überwunden habe:

Das Thema “Verkaufen” ist ein Scheinriese. Je mehr man sich nähert, desto mehr löst sich das Furchterregende in Luft auf. Denn alles, was ich brauchte, um selbstsicher Gespräche über mein Angebot zu führen, eine Einladung auszusprechen und einen Preis sowie sonstige Bedingungen zu nennen (denn mehr ist es nicht), hatte ich bereits:

  1. Mir ein Angebot überlegen und die wichtigsten Eckdaten auf einem Zettel notieren. Ein Konzept schreiben. Das kannst du sicher auch richtig gut — oder du kannst jemanden fragen und das lernen.

  2. Jemanden zu einem Gespräch einladen, der für das Angebot infrage kommt — oder mich mit jemandem verbinden kann, für den das Angebot hilfreich sein kann, oder mich auf andere Art unterstützen kann. Hier hilft, nicht von 0 auf 100 durchspurten zu wollen. Jemandem von deiner neuen Idee erzählen — das kriegst du hin.

  3. Mein Angebot aussprechen und der anderen Person vertrauen, dass sie eine gute Entscheidung trifft. Vielleicht die schwierigste Übung. Diese Tipp von Christine hat mir am meisten dabei geholfen: Du informierst und stellst interessierte Fragen (das kannst du!) und dein Gegenüber trifft eine Entscheidung. Wenn du dabei nicht zum Ziel hast, dass du in diesem Gespräch unbedingt etwas verkaufen musst — dann kannst du auch nicht enttäuscht werden, richtig? Und dein Gegenüber fühlt sich bestimmt auch gleich besser.

Die Schlüsselworte sind also auch hier wieder einmal: Mut und Vertrauen. Deswegen behaupte ich, das Verkaufen ist eine Übung, aus der du sehr viel für dein Projekt, für deine Selbstständigkeit und für deine Persönlichkeitsentwicklung lernen kannst.

Das ganze Interview gibt es als Video

Also, liebe Leserin oder lieber Leser, ich hoffe, dein Interesse für das Thema Verkaufen geweckt zu haben. Vielleicht magst du es jetzt angehen, auch wenn du bisher einen Bogen darum gemacht hast. Christine hat eine wunderbare Art, über das Verkaufen zu sprechen. Das liegt auch daran, dass sie selbst einige Zeit gebraucht hat, um sich damit anzufreunden. Dann hat sie gemerkt, wie vielen Menschen sie damit helfen kann. Ich bin eine davon.

Schau dir das Interview als Video auf Youtube an.

Selfie an der Elbphilharmonie beim Business-Workshop mit Christine Schlonski, September 2022

In diesem Gespräch aus dem Februar 2025 sind ein paar spannende Einsichten und Aha-Momente für jeden dabei, die oder der sich bisher an das Thema Verkaufen noch nicht so herangewagt hat. Und wir geben auch Einblicke in unsere beruflichen Wege, die sich im Sommer 2020 gekreuzt haben, und enthüllen einige Details aus unserer Zusammenarbeit, die mir geholfen hat, in der Corona-Zeit aus meiner Coaching-Nebentätigkeit eine 100%ige Selbstständigkeit nach dem Expertenstatus-Konzept aufzubauen.

Christine gibt übrigens ganz wunderbare kurze Webinare und mehrtägige Workshops. Die Teilnahme lohnt sich. Du findest Christine auf christineschlonski.de und in den sozialen Medien.

Lead with your knowledge!

Deine Anja

PS: Hier ist der Link zu unserem Interview nochmal : https://youtu.be/GhICqdY_vuw

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